Statistik
• heutiger Weg: Castelfranco Veneto ➡️ Sant‘ Ambrogio
• heutige Wegstrecke 👣: 20 km von
• 1490 km bis hier insgesamt
• Wir wohnen im 🏠
• heutige Unbill 😵💫: Hundeüberfall am Fluss – 8 von 🔟
• heutiges Glück 🤩: vergessener Hut wurde nachgebracht – 10 von 🔟
• heutiges Wanderwetter: super
• heutige Pflanzenentdeckungen: Papiermaulbeerbaum, Chinesische Kräuselmyrte 🤪
Begegnungen und Gedanken
Das erste Glück des Tages hatten wir schon nach wenigen Schritten, als uns Jemand „Britta!“ nachrief und nämlich Die Vermieterin Silvia mit meinem Hut gelaufen kam, der offenbar aus seiner Seitentasche des Rucksacks gefallen war.
Nächstes Tagesglück war -diesmal für Britta- das knallorange-weiß gestreifte „Montana-Red“-Minitörtchen, das wir barbarisch auf die Hand und ohne Kaffee bestellten. Es entpuppte sich als Aperol-Törtchen. Mein Salzcaramellcreme-Minitörtchen war auch lecker.
Schon bald nach Castelfranco hatten wir uns auf einer schönen Straße ein bisschen verlaufen, der Umweg war am Ende aber nur wenige Meter lang und der Weg schön.
In San Marco de Resana machten wir Bananenpause vor der Kirche und neben dem leerstehenden Schloss oder so ähnlich. Da die Kirche offen war, konnten wir uns die auch noch anschauen und sehr kleinteilig und lebendig aus alten Dingen schön finden.
Mittagspause machten wir am schmal aber tief und schnell fließenden Fiume Zero im Gras und in einer Pappelplantage und spekulierten, was für Flugzeuge immer so tief und langsam vorbei kamen: vielleicht Platzrunden zur Start-und-Landeschulung?
Vom Fiume Zero nach Torreselle hinein empfiehlt Komoot einen Weg durch die Felder, statt auf der Dorfstraße entlang. Wir schließen uns dieser Empfehlung nicht an, denn der Weg ist abschnittsweise überackert und die abgeernteten Maisäcker sind ziemlicher Matsch.
Die zwei Kilometer von Torresella nach Silvelle an einer ziemlich befahrenen Straße entlang waren schon speziell. Interessant war aber, wie viele und welche Fahrer uns wie früh und wie doll auswichen oder anders Rücksicht nahmen: viele☺️. Auf der Karte noch besser als in der Wirklichkeit sahen wir, dass wir am Ortseingang von Silvelle einen Radweg kreuzten, der praktisch ohne Kurve von Treviso bis Camposampiero führt: ca. 24 km geradeaus.
Ab Silvelle gingen wir auf dem deichartigen Ufer des Fiume Dese entlang, das war manchmal etwas struppig bzw. langgrasig, aber meistens ziemlich schön. Wir sahen Enten, Kormorane, Bless- oder ähnliche Schwimmhühner, einen Eisvogel, Nutrias (oder andere Wasserratten).
Mitten im längeren, unbebauten Abschnitt kamen auf der anderen Flusseite zwei Hunde angerannt und bellten uns wild an. Der kleiner drehte dann um und rannte wieder zurück, der größere lief ein Stück weiter vor um da durch den Fluss auf unsere Seite zu schwimmen.
Dann kam er auf uns zu. Vielleicht weil wir ihm all unsere Stöcke zeigten und ihm deutlich sagten, er solle AUS! und NACH HAUSE gehen, umkreiste er uns etwas weiträumiger, sah uns aber dann natürlich auch nicht von hinten, sondern rückwärts gehen und gab uns auf um wieder davon zu rennen.
Uff. 🫢
In Sant‘ Amborgio scheint es auf den ersten Blick gar nichts zu geben, aber wir fanden einen Kebab-Pizzaman und nach Rat der netten Vermieterin auch einen Minisupermarkt- Brot finden wir bestimmt auch noch.




Oh wie gruselig die Hundestory.
Ihr habt euch bei dem Hund richtig verhalten. So soll man sich auch verhalten, wenn man einem Wolf begegnet.
Auch Steine werfen und Trillerpfeife helfen.
Darum hat es auch so gut geklappt. Steine gab es gar keine. Der Deich ist aus purer Erde gewesen. So steinlos wie auf dem Deich war es schon lange nicht mehr gewesen.
Ganz in der Nähe ist der Flughafen Treviso, darum die Flugzeuge denke ich.
Dort sind wir einige Male gestartet und gelandet.
Einige Male?! Je wenn das alle so machen, wundert mich der Betrieb nicht 🤪