Statistik
• heutiger Weg: Solagna ↗️⛰️🏔️↘️Bassano del Grappa
• heutige Wegstrecke 👣: 15 km von
• 1448 km bis hier insgesamt, 946 m ⛰️⬆️ Anstiege, 962 m ⛰️⬇️ Abstiege 🏞️.
• Wir wohnen im 🏙️
• heutige Unbill 😵💫: großzügige Hautprobe am Berg gelassen 🩸- 9 von 🔟
• heutiges Glück 🤩: Alpen überquert, letzten Brrg genossen, Ausstattung der FeWo- 10, 10 und 10 von 🔟
• heutige Pflanzenentdeckungen: knotiger Storchschnabel und gelbweißer Eisenhut ☠️! (in Massen)
Begegnungen und Gedanken
Abweichend von der Geräuschkulisse, die die spät anreisenden und deutlich vor uns aufstehenden und abreisenden Gäste veranstalteten, fanden wir das Hotel, als wir um 7:30 unser Zimmer verließen und zum Frühstücken gingen unbeschadet vor. Das hüttenmäßig frühe Frühstück hatte natürlich seinen Grund: wir gingen das letzte Mal hoch (und relativ weit) über einen Berg. So überquerten wir auch schon vor 9 bei Sonnen- und Mondschein die Brenta, fanden in Campolongo den Wanderweg gegenüber dem jetzt geöffneten Dorfladen und begannen den steilen Anstieg auf einem antiken Eselweg. Nach den ersten 320 Höhenmeter wurde es weniger steil, blieb aber mindestens ebenso schön 😊.
Bald kamen wir durch Hänge mit Ess-Kastanienwald darauf, den die Wildschweine gründlich umgepflügt hatten, etwas weiter an nacheinander insgesamt sechs Höhlen, bzw. Stolleneingängen vorbei, in drei davon sind wir auch eingestiegen und haben Spinnen, Höhlenschrecken und Fledermäuse gesehen.
Es begegneten uns auf dem Aufstieg: ein Mann mit Säge und ein Paar mit Hund.
Schon von der letzten Hangquerung aus konnten wir zwischen den Bäumen hindurch manchmal in die Ebene schauen. Nach einem letzten, etwas heiklen, weil schotterigem und schrägen Pfad konnten wir aus dem Bergwald auf die Gipfelwiesen des Monte Caina treten.
Die Aussichten waren ringsum umso beeindruckender, als wir weder so ganz fassen konnten, über diese ganzen Berge hinter uns gekommen zu sein, noch in vier Etappen bis nach da ganz an den Horizont laufen zu können, wo nur mit dem Gipfelfernglas tatsächlich die Lagune und die Türme von Venedig zu erahnen waren. 😳😳
Wir zählten die Gleischirmflieger, die aus dem Nachbartal aufstiegen wie Seifenblasen aus einer entsprechenden Maschine: es waren ca. 65 – und begannen unser Mittag zu verschmausen.
Kurz nach uns erschienen noch einige italienische Wanderer am Gipfel und breiteten sich da mindestens ebenso aus wie wir zuvor.
Nachdem wir alles verzehrt und sich die Gleitschirmflieger auf ca. 100 vermehrt hatten verabschiedeten wir uns und begannen etwas wehmütig mit dem letzten Bergabstieg.
Der Weg hinunter war auch im oberen Teil eher anstrengender und weniger feiner Weg (mehr Matsch) als hinauf, nach dem Sattel von Campesana und den Ruinen des Eishauses wurde es auch hier wieder schöner. Nach der Besichtigung der Ruinen hatte ich glatt Lust, mal wieder ein Pen & Paper-Abenteuer zu spielen. 🧙♀️🐉🏚️
Der weitere Abstieg führte zwar auf einem schönen, aber auch etwas anstrengenden Eselweg durch ziemlich dichten Dschungel hinab, so dass wir in den ersten Olivenhain bei Caluga hinaufkletterten und eine Keks-und-Powernap-Pause auf der Olivenwiese machten. 🍪😴
Als wir auf den Weg zurück wollten, war ich offenbar noch nicht wieder aufmerksam genug und schwang mein Bein gegen statt über die Stufe der Trockenmauer. So blieb etwas von mir in Italien und Britta konnte mit Begeisterung auch im Sabbatjahr ihr Können als Ersthelferin und Wundärztin unter Beweis stellen.
Den weiteren, nun wieder etwas matschigen und zugewachsenen Weg bis zur Brenta hinunter und an der Brenta entlang war ich also mit einem prächtigen Verband geschmückt…🫠
In der Brenta bei Bassano waren etliche Fliegenfischer zu Gange, auf dem Weg am Ufer kamen uns viele Hundeausführerinnen und Sportler entgegen, irgendwie machten alle einen etwas gestressten Eindruck.
Über die berühmte Alpinibrücke erreichten wir die Piazza Libertà, auf der gerade das Ziel einer Stadtralley -so richtig mit laut röhrenden Autos – was für eine aus der Zeit gefallene Idee- aufgebaut wurde.
Vor der Wohnanlage wartete Cinzia schon auf uns, begrüßte uns freundlich und zeigte uns alles in ihrer perfekten Ferienwohnung. Sie hatte sogar ein Einzugscarepaket mit Pasta, Soße, Spaßgetränken, Knabbersnacks und auch ein typisches italienisches Frühstückskit aus verschiedenem abgepackten Süßgebäck, Zwiebäcken, Marmeladen, und natürlich Espressokapseln, für uns bereit gestellt, so dass wir es uns erstmal gemütlich machen konnten.








Cool, die 🦇
Und wer schaut aus dem Eishaus heraus?
Ich vermute mal der Geist des Eisdealers 👻
Herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Überqueren der Alpen! Im Flachland geht es jetzt also ruckzuck voran? Nur noch 4 Etappen?!
Blick ins Tal ist großartig.